MP Afghanistan

Lieber Freunde,

mit diesem Bericht möchte ich Euch über unsere Aktivitäten in Zentralasien informieren. Aus Sicherheitsgründen ist es aber nicht möglich Länder, Städte oder Personen zu nennen. Ich nehme an, dass jedoch den meisten diese bekannt sind.

Jesaja 43/19-21
Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
Das Wild des Feldes preist mich, die Schakale und Strauße; denn ich will in der Wüste Wasser und in der Einöde Ströme geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten; das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen.

Dieses Wort beschreibt recht gut, was zur Zeit in dieser Region geschieht. Gott schafft etwas Neues und wir sind mitten dabei und erleben das mächtige Wirken des Heiligen Geistes. Seit einigen Jahren haben sich Vineyards Weltweit zusammengeschlossen und fokussieren die Persisch sprachige Welt. Wir sehen einen Aufbruch der sich über Ländergrenzen hinwegsetzt und dort nicht Halt macht.

Das, was noch vor Jahren als kaum vorstellbar schien, ist Realität geworden! Es ist wie nach einen langen Regen, der den Boden weich gemacht hat und nun die Sonne durchbricht und der Samen aufgeht. Wie im Frühjahr, wenn es unaufhaltsam wächst – flächendeckend und überall.

Wir haben hingegebene Mitarbeiter, die das Risiko nicht scheuen und sich in Gebiete begeben, die als „War Zone“ bekannt sind – und in der Tat findet dort ein Krieg statt!. Licht und Finsternis treffen dort aufeinander, doch kann man das Licht nicht aufhalten. Keiner kann sich dem Entziehen.

Wir erleben, dass ein „War Lord“ zum lebendigen Glauben kommt, Polizeichefs zu Hausgruppenleitern, weil Jesus sie persönlich berührt hat. Was mich besonders fasziniert ist, dass Leute, die selbst noch keine Christen sind bereits Christliche Prinzipien lehren und weitergeben.

Der „disciple making movement“ ist sehr effektiv und gleichzeitig sehr einfach. Wie geschieht dies? Man sucht sich „ Menschen des Friedens“ die eine Offenheit haben und auf der Suche sind. Man erzählt ihnen dann eine Geschichte und beginnt dabei mit der Schöpfung Gottes. Danach versucht die Person mit eigenen Worten diese Geschichte nacherzählen und erläutert dabei auch, was diese Geschichte über Gott, und den Umgang mit den Menschen aussagt. Was sagt sie mir persönlich und wem werde ich sie weitererzählen? Was habe ich dabei gelernt und kann es für den Alltag anwenden?

Und so startet man. Man erzählt Geschichten und entdeckt Stück für Stück Gottes Liebe und erlebt das Wirken des Heiligen Geistes an einem selber. Das Umfeld verändert sich, weil man sich selbst verändert. Oftmals ändern sich Verhaltensweisen noch bevor man Christ wird, denn das Thema Nachfolger Jesus zu werden, wird erst viel später aktuell – oft erst nach Monaten. Doch bis dahin hat man selber schon sehr viel gelernt und Veränderung erfahren. Viele Gruppenleiter finden erst nach Monaten Jesus – das Gute ist aber: Sie finden ihn fast immer.

Es sind viele Tausende die durch diesen Prozess gegangen sind und so Jesus entdeckt haben. Überall geht diese Saat auf. Auch wenn dies sehr effektiv ist, ist es nicht ungefährlich. Es gibt zum Beispiel einen Jungen – nennen wir ihn „Z“ der bereits ein Netzwerk von 50 Personen leitete. Er selbst kam währenddessen zum lebendigen Glauben, doch ging es nach den 50 Personen nicht mehr weiter.

Es hat plötzlich nicht mehr geklappt die Schritte umzusetzen, da die neuen Leute wohl schon mitbekommen haben, dass er Christ sei und sie deshalb wohl Angst hatten mit ihm zu sprechen. Er hatte eine Tochter in der Schule die ebenfalls Christ war und der Schulleiter dies bemerkte. Sie war 14 Jahre alt. Bei einer Schulversammlung kamen ca.100 Leute zusammen und man fragte sie in aller Öffentlichkeit, ob dies stimme.

Sie sagte ja und mussten sie noch in dieser Nacht aus der Stadt flüchten. So zogen sie in eine andere Stadt, wo sie keiner kannte und plötzlich funktioniert das „DMM“ Prinzip wieder. Sie gehen in Moschen und finden dort friedliche Menschen, denen sie biblische Prinzipien lehren bis diese soweit sind, den Glaubensschritt zu machen.

Eine andere junge Frau hatte an der Universität große Angst sich auszutauschen und anderen etwas zu erzählen. Schließlich kamen zwei Mädchen zu ihr und beteten im Namen des Herrn, dass ER ihnen bei der Prüfung helfen würde, die sie in Kürze zu bestehen haben. Alle drei Frauen bestanden die Prüfung und die ursprünglich ängstliche Frau ist völlig verwandelt. Kurz danach kamen bereits 14 Mädchen zum Gebet zu ihr und sie beten wohl lieber als sich auf die Prüfung vorzubereiten. Sie sind völlig überwältigt darüber mit Gott sprechen zu können wie mit ihrem leiblichen Vater, Onkel oder Freund. Inzwischen ist die Gruppe auf 45 Leute angewachsen.

Solche Geschichten gibt es viele und wir als Vineyard wollen diese Arbeiten unterstützen. Dies erfordert viel Weisheit und Vorsicht. Die größte Herausforderung ist es Leiter in diesen Ländern zuzurüsten. Dies erfordert viel Weisheit und Mut, zumal diese besonders verfolgt werden und damit auch die, die sie trainieren.

Wir als Vineyard DACH unterstützen diesen Transformationsprozess in der Persisch sprachigen Welt und haben eine Vision von unzähligen Kleingruppen und Hauskirchen, die sich unaufhaltsam verbreiten.

Betet mit und seit ein Teil davon!

Euer MT