Gärten der Hoffnung

Was löst dieses Bild bei dir aus? Ich verbinde mit dem Bild zunächst Gemeinschaften von Menschen: Menschen, die so leben, dass in ihrem Leben Hoffnung über Verzweiflung siegt. Menschen, die sich weniger von Umständen, als von Gottes Grosszügigkeit und Fürsorge leiten lassen. Menschen, die über Gipfel und durch Täler des Lebens gehen und nie aufhören, auf Gott zu vertrauen und sich immer wieder von ihm verändern und führen lassen. Ich denke an Gemeinschaften von Menschen, die einerseits so ehrlich und andererseits doch so annehmend miteinander umgehen, dass Außenstehende durch diese Gemeinschaften einfach angezogen werden. Gärten der Hoffnung!

Hoffnung ist auch ein Stichwort, dass mich für mein Einsatz in ärmeren Gegenden motiviert:

Ich möchte dazu beitragen, dass solche Gemeinschaften an den unwegsamsten Orten entstehen. Dabei ermutigen mich Geschichten von Menschen, die ich kenne:

So denke ich etwa an Ivana. Sie ist Teil eines Netzwerks von Vineyard Gruppen in Serbien. Sie ist eine sehr kleine Frau und leidet unter dem Alkoholkonsum ihres Ehemannes. Trotzdem organisiert sie Woche für Woche ein Kinderprogramm für alle Kinder ihres Dorfes und vermittelt ihnen die Liebe und Zuwendung Gottes. So lernen die Kinder ihren Wert kennen und fassen Hoffnung. Ein Garten der Hoffnung in Serbien.

Ich denke an Hillario und seine Vineyard in einer ruralen Gegend im Kongo. Einige Wochen nachdem wir uns über das Prinzip der Grosszügigkeit und die Frage der sozialen Gerechtigkeit ausgetauscht hatten, erhielten wir eine Nachricht. In der Vineyard von Hillario haben sie eruiert, dass in ihrer Stadt Teenage-Mütter am stärksten von Armut betroffen sind. Um ihnen helfen zu können, haben sie ein Nähprojekt begonnen. Die jungen Frauen sollten in der Vineyard das Nähen lernen, damit sie danach ein Handwerk ausüben können. Für die Umsetzung benötigten sie Nähmaschinen. Selbst hatten sie bereits Geld für drei Nähmaschinen zusammengelegt und mit dem Projekt begonnen. Mit der Spende unseres Hauskreises konnten wir ihnen ermöglichen mehrere Nähmaschinen zu kaufen, sodass sie mehr jungen Frauen eine Perspektive ermöglichen konnten. Ein Garten der Hoffnung im Kongo.

Diese Beispiele motivieren mich, mich in der Vineyard D.A.CH. global einzusetzen und mich gemeinsam mit Menschen aus anderen Ländern zu verschenken. So entstehen Gärten der Hoffnung, die global vernetzt sind.

 

Matthias Bühlmann //Teil des Leitungsteams, Leiter Missions